Junger Literaturpreis 2018 Vom Märchen bis zur Horrorstory


Die vier jungen Literaturpreisträger 2018: Lasse Huber-Saffer, Carmen Mahler, Laurin Lenschow und Karina Buozys.

KN Artikel vom Samstag, 31.03.2018
Von Sabine Tholund
Foto: Michael Kaniecki

Zum zweiten Mal hat der Freundeskreis des Literaturhauses den Jungen Literaturpreis Schleswig-Holstein an junge Autoren im Alter von 14 bis 20 Jahren vergeben . Aus 32 Einsendungen wählte die fünfköpfige Jury vier Preisträger aus – der 3. Platz wurde gleich doppelt zuerkannt.
„In ihrer Art sind die eingesendeten Texte sehr vielfältig“, so die Initiatorin des Preises Gisela Beissenhirtz. „Sie erzählen von Einsamkeit, Freundschaft, Ängsten oder Liebe und reichen von der netten Geschichte zum Märchen bis zur Horror-Story.“
Lasse Huber-Saffer (14) aus Pinneberg wurde für seinen Text „Druckausgleich“ mit dem 3. Platz belohnt. In einer Stadt „aus purem Beton“, deren Kälte und Uniformität an Orwells „1984“ erinnert, entdeckt ein Jugendlicher, wie er sich den Traum vom eigenen Musikinstrument erfüllen und „der Stille entfliehen“ kann. Nachdenklich ist auch der Text „Freiheit“ von Laurin Lenschow (16) aus Kronshagen, der sich mit Lasse den 3. Platz teilt. In seiner parabelhaften Geschichte, die die Frage nach einer erfüllten individuellen Freiheit stellt, entwirft er eine Welt abseits der Zivilisation. Bilderstark und atmosphärisch ist diese Geschichte, der die Jury ein „stilistisch hohes Niveau“ bescheinigt.
Eindrucksvoll durchkomponiert ist der poetische Text „Tanz mit dem Teufel“ von Karina Buozys (18), der geprägt ist vom Rhythmus und der Leichtigkeit eines imaginierten Tanzes. Dem Schreiben ist die 18-Jährigen seit ihrer Teilnahme an einem Poetry Slam in ihrer Schule in Kronshagen treu geblieben – eine gute Entscheidung, wie der 2. Platz beweist.
Mit klarer Mehrheit wählte die Jury Carmen Mahlers „Stilblüten“ auf den ersten Platz. Die 18-Jährige aus Bargteheide hat ein charmantes modernes Märchen voller gewitzter Wortspiele verfasst, das von einem Schriftsteller mit Schreibblockade erzählt.

Leipziger Buchmesse 2018 – Eine Premiere

Verwirrt reisten wir an, das Handbuch der vielen Veranstaltungen auf den ersten Blick unbrauchbar, stimmte aber erwartungsfroh. Also erst einmal durch die Hallen streifen, aufsammeln, was am Wegesrand liegt. Die Bücher wehren sich erfolgreich gegen das industrielle Ambiente der Hallen. Man verweilt, zunächst vor dem einladenden Blauen Sofa am Eingang der Glashalle, und man merkt: Hier werden nicht die üblichen Debatten geführt, hier herrscht der Diskurs, richtig breit. Weitergehen, man schnappt hier und da etwas auf und schon werden die Koordinaten, die durch tägliches Zeitunglesen, Radiohören und Fernsehen manchmal arg verschoben werden, wieder zurechtgerückt. Ein Grundsatz schält sich heraus: Wenn der Mainstream zu eng wird, werden die Ränder breiter (Schlink). So öffnen sich Wahrnehmungen, man atmet freier. Und man findet Perlen, zufällig, zugegebenermaßen, z. B. den „Prix des Lycéens Allemands“. Steht gar nicht im Programm, aber eine Gelegenheit, mit Freude zu sehen, mit welchem Enthusiasmus sich junge Leute der Literatur zuwenden – und dann noch auf Französisch! Überhaupt, die jungen Leute! Ganze Kindergartengruppen sieht man mit eifrigen Gesichtern durch die Gänge streifen.
Man kennt sich jetzt aus, der nächste Tag wird mit Plänen gespickt. Ein paar Beispiele: Bernhard Schlink (Olga), Åsne Seierstad (Einer von uns), Christoph Ransmayr (TRADUKI), Joschka Fischer (Der Abstieg des Westens) oder Gretchen Dutschke (1968. Worauf wir stolz sein können). Aus dem „Abstieg“ machte der Moderator schlichtweg einen „Untergang“. Ein Lehrbeispiel über Phantasien aus dem Nichts.
Nachlese: Auf dem Wochenmarkt am Montag erzählte ich von Leipzig. „Aber da waren doch wegen des Schnees nur halb so viele Leute wie sonst!“ „Stirbt das Buch im Zeitalter der Elektronik nicht aus?“ In den Zeitungen las man vom Lesen. Aber man las auch von Auseinandersetzungen am Stand von Compact. Andererseits: Ich kam dreimal dort vorbei an den beiden Tagen und sah kaum einen Menschen dort. Überhaupt: Welche Aufmerksamkeit verdienen solche und ähnliche Auseinandersetzungen? Ab wann ist die Aufmerksamkeit dafür reine Ablenkung vom Wesentlichen? Ich las heute früh eine Analyse in der Neuen Zürcher Zeitung, die darin fokussierte, dass Trump seinen Wahlkampf vor allem durch gekonnte Ablenkungen vom Wesentlichen gewonnen hat.

Auf zur nächsten Leipziger Buchmesse!
Edgar Fuhrken, 23.03.2018

Und Teilnehmerin B.D. schreibt:
Mir hat die Reise ausgesprochen gut gefallen. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich mich im Vorfeld nicht um die Planung kümmern musste – das hat für mich einen hohen Aufforderungscharakter. Die Gestaltung in Leipzig hat mir ebenfalls gefallen: viel Raum für individuelle Aktivitäten, je nach Wunsch in Kleingruppen und ein „kleines Rahmenprogramm“, was gut gewählt war.
Fazit: Rundherum ein gelungenes Projekt!
Vielen Dank an Ideengeber und Organisatoren.

„Wir sehen uns als Ermöglicher“

KN Artikel von Ruth Bender
Foto: Marco Erhardt

Artikel veröffentlicht: Mittwoch, 07.02.2018 07:00 Uhr

Sie stehen abends im Literaturhaus an der Kasse oder am Tresen, stellen die Stühle für die Veranstaltung, sind vormittags Vorleser – und zum traditionellen Literaturfest im Sommer übernehmen sie auch das Catering: Der Freundeskreis macht im Literaturhaus im Alten Botanischen Garten vieles möglich.
„Das ist ein Programm, für das wir mit Freude einstehen“, sagt Ute Zopf, pensionierte Lehrerin und seit 2016 Erste Vorsitzende des Freundeskreises. „Ich war schon immer eine Leseratte, und ich finde eine Institution wie das Literaturhaus wichtig. Das ist ein Kleinod und fester Bestandteil der Kulturszene in der Stadt und in Schleswig-Holstein.“
1998 gründeten rund 50 Literaturinteressierte den Freundeskreis, der dem beständig an der Existenzgrenze operierenden Literaturhaus zur Seite stehen wollte. 20 Jahre später zählt der Freundeskreis rund 140 Mitglieder, deren Beiträge auch in das Festival des Debütromans und die Liliencron-Dozentur einfließen. „Unsere Vorgänger haben viel aufgebaut und der Verein hat sich beständig und lebendig weiter entwickelt“, so Ute Zopf, die im Vorstand von Schatzmeister Gisbert Osmy und Karin Bündgens als zweite Vorsitzende unterstützt wird. Für Gisbert Osmy war 2009 eine Lesung von Peter Stamm das Initiationserlebnis: „Das hat mich so unmittelbar hineingezogen, dass ich direkt in den Freundeskreis eingetreten bin“, sagt der ehemalige Telekom-Manager, der auch mal Hausmeisterarbeiten übernimmt, wenn Not am Mann ist. Karin Bündgens, wie Zopf ehemalige Lehrerin, mag die Atmosphäre im Haus: „Ich finde es schön, dass man auf diese Weise von den Autoren soviel mitbekommt.“
Als sehr wertvoll und eine große Hilfe empfindet Literaturhaus-Leiter Wolfgang Sandfuchs die Arbeit des Freundeskreises, der besonders das junge Literaturhaus unterstützt. „Wir sehen uns als Ermöglicher“, sagt Ute Zopf, „weil so ein Haus, das Literatur unabhängig von Buchhandlungen, Verlagen und geschäftlichem Erfolg fördert und präsentiert, das ehrenamtliche Engagement braucht.“ Sie verfolgt mit ihren Kollegen aber auch eigene Ideen. Darunter den Jungen Literaturpreis für den Nachwuchs von 14 bis 20 Jahren, den der Freundeskreis vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat und der nun in die zweite Runde geht.

Buchempfehlungen am 22.11.2017

Ein weiterer gelungener Freundeskreisabend am Buß- und Bettag 2017: herzlichen Dank an Frau Jenne, Altenholz, Frau Lalowski, Kiel-Wik, Herrn Mücke, Wilhelmplatz,

Unsere Buchhändler/innen 2107
22.11.2017

für die sorgfältig beschriebenen und damit nachvollziehbaren Buchempfehlungen. Für alle, die keine Bücherliste bekommen haben – ich habe sie angehängt!
Für das Gelingen des Abends – Bücherliste erstellen, Dekoration, Raum auf- und abbauen, Getränkeverkauf, Büfett – haben wiederum viele Mitglieder des Freundeskreises gesorgt und es ist schön, die Unterstützung so vieler Hände (und Portemonnaies für die Zutaten) zu erfahren. Namentlich – und jetzt sei niemand vergessen: Heike Bunzen, Brigitte Drews, Nana Fahl, Angelika Faust, Illa Feldmann, Ulli Gehl, Regina Gehrts, Irene Jahnke, Gisbert Osmy, Stephan Ratschow, Waltraut Ruppel, Bianca Schöning. DANKE!
Sobald der Offene Kanal eine DVD erstellt hat – das, was der Erfahrung nach am längsten dauert – , einer von uns entschieden hat, welche Minuten zu sehen sein sollen, und der Film dann durch ‚Profis‘ geschnitten worden ist, wird ein kleines Filmchen folgen, aber – vor dem Frühjahr ward dat nix!

Freundeskreisabend FLSH 2017 – Buchvorstellungen Kieler Buchhandlungen-22.11.2017, 19 Uhr Literaturhaus Kiel, Schwanenweg 13, erstellt von G. Osmy

Mitwirkende: Buchhandlung im Wohld, Nina Jenne, Wiker Buchhandlung, Meike Lalowski, Zapata, Harald Mücke
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Buchhandlung im Wohld, Nina Jenne, Altenholzer Str. 5, 24161 Altenholz, Tel. 97991474

1. Amy Liptrot: Nachtlichter, btb
Das Debüt der 31-jährigen Amy Liptrot ist sowohl autobiographischer Roman als auch eine faszinierende Beschreibung der rauen Orkney-Inseln.

2. Leïla Slimani: Dann schlaf auch du, Luchterhand

Myriam und Paul wollen das perfekte Paar sein, Beruf und Familie vereinen und sich dabei nicht selbst verlieren. Da kommt ihnen die Nanny Louise gerade recht- doch wie sehr können sie ihr vertrauen?

3. Cara Nicoletti: Yummi books, Suhrkamp

In 50 Rezepten durch die Weltliteratur

4. Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann, Dumont

In einem kleinen Dorf im Westerwald kann die schrullige Selma scheinbar den Tod vorhersehen. Wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, wird am nächsten Tag jemand sterben, nur wer mag es sein?

5. William Shaw: Der gute Mörder, Suhrkamp

Der Police Sergeant und passionierte Vogelbeobachter William South hat zwei gute Gründe, wieso er nicht in einem Mordfall ermitteln will, der seinen Heimatort erschüttert. Die Zugvögel machen gerade Zwischenhalt an der Küste von Kent. Und er ist selbst ein Mörder.

Wiker Buchhandlung, Meike Lalowski, Knorrstr. 22, 24106 Kiel, Tel. 34416

6. Gräfin Schönfeld: Astrid Lindgren, Ebersbach & Simon, 16,80€

Wen haben sie nicht durch die Kindheit begleitet: Pippi und Michel, Rasmus und Ronja, und allen voran die Kinder aus Bullerbü. Gräfin Schönfeld setzt ihrer Freundin Astrid Lindgren ein kleines feines Denkmal mit bisher noch nicht bekannten Details aus dem Leben einer Schriftstellerin, die wie keine die Kinderliteratur mitbestimmt hat: eine kleine feine Liebeserklärung …

7. Gael Faye: Kleines Land, Piper, 20,00€

Ein afrikanischer Bürgerkrieg zwingt den französischen Vater, mit dem 12jährigen Gabriel und seiner kleinen Schwester nach Frankreich zu fliehen. 20 Jahre später macht der junge Mann sich auf nach Burundi, dem Land seiner Mutter und seiner Kindheit. Er findet im (nicht sentimentalen aber sehr poetischen) Rückblick eine Idylle und ihren Verlust. Wir erleben im Lesen eine Nähe zu uns bisher doch so scheinbar beruhigend fernen Erfahrungen, obwohl das globale Leben uns jetzt massiv einholt … Gael Faye nimmt uns nimmt in seine Erinnerungen, voller Sehnsucht und Freude, voller Traurigkeit und einem unbändigen Lebenswillen, der nicht zuletzt in seiner Liebe zur Literatur seine Kraft findet.

8. Elke Heidenreich: Alles kein Zufall, Fischer, 9,99€

Lurchi schmückt sich mit einer Perlenkette: Elke Heidenreich öffnet ihren Zettelkasten und lässt uns Seite für Seite teilnehmen an Einfällen im besten Sinne des Wortes, an Gedankensplittern, mal kürzer mal länger aber wie der Alltag sie so einspielt … Mal scheinbar banal aber dann doch nicht, mal zum Lachen, mal zum Schlucken … wirklich kleine Perlen wie zum Beispiel das Anprobieren von Salamanderschuhen mit dem durchleuchtenden „Messapparat“ und dann der literarischen Belohnung eines Lurchiheftes eben … im Kleinen großartig …

9. Michael Kumpfmüller: Die Herrlichkeit des Lebens, Fischer, 9,99€

Franz Kafka erlebt in seinem letzten Lebensjahr eine märchenhafte Liebesgeschichte und Michael Kumpfmüller erlebt sie für uns nach. Eine Annäherung auf höchstem Niveau, gleichermaßen diskret wie innig, perfekt durchkomponiert in drei Sätzen. Kafkakenner und -liebhaber können einfach genießen, und wer sich bisher gedrückt hat wird hoffentlich neugierig auf diesen Jahrhundertschriftsteller. Und auch egal: wir müssen Kafka weder mögen noch kennen, diese Erzählung weist weit über den Schriftsteller und seine Dora Diamant hinaus in eine Liebe, von der wir uns alle wünschen, dass sie so geschähe…

10. David Lagercrantz: Verschwörung, Heyne, 9,99€

Darf man oder darf man nicht: einfach weiterschreiben, wenn der Autor schon vor der Veröffentlichung seiner Super-Bestseller-Trilogie längst gestorben war und die legalen und nichtlegalen Erben sich nach dem Erfolg tüchtig streiten!?! Ein Krimi für sich in der bunten Welt der Krimiliteratur, der Verleger und Buchhändler. Jedenfalls sind sie wieder da: Lisbet Salander und Mikael Blomkvist, jetzt auch im Taschenbuch und ich möchte Sie einladen auf eine Reise durch meine Gewissensbisse …

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Zapata, Harald Mücke, Wilhelmplatz 6, 24116 Kiel, Tel. 93639

11. Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie, Diogenes, 25,00€

William, Sohn eines sehr ehrgeizigen Psychologen und Harvard-Absolventen, soll zum Genie erzogen werden. Tatsächlich gelingt dieses Unternehmen und er wird als „Wunderjunge“ bekannt. Doch William selbst sehnt sich als Erwachsener lediglich nach einem selbstbestimmten Leben. Das bedeutet allerdings mit den Erwartungen anderer an seine Person zu brechen. Wird er es schaffen ein Dasein nach den eigenen Vorstellungen aufzubauen?

12. Brigitte Glaser: Bühlerhöhe, Ullstein, 11,00€

Schauplatz ist das Nobelhotel „Bühlerhöhe“. Dort soll Rosa Silbermann, die für den israelischen Geheimdienst arbeitet, Konrad Adenauer schützen. Die Hausdame, Sophie Reisacher, würde für den gesellschaftlichen Aufstieg alles geben. Zwei Frauen mit Vergangenheit und einem geheimen Auftrag.

13. Jérôme Leroy: Der Block, Nautilus, 19,90€

Der gesamte Handlungsverlauf dieser Geschichte ereignet sich innerhalb einer einzigen Nacht, in der der rechtsextreme patriotische Block kurz vor dem Regierungseintritt steht. Antoine und Stanko sind seit einer Ewigkeit befreundet. Beide gehören dem Block an, doch Stanko ist der Partei inzwischen ein Dorn im Auge. Er ist zu sehr in die internen Geheimnisse involviert was die neue Ehrenhaftigkeit des Blocks gefährdet. Wird Antoine seinem alten Freund beistehen oder sich dem Willen seiner politischen Mitstreiter beugen?

14. Burkhard Spinnen: Das Buch, Schöffling & Co, 15,00€

Burkhard Spinnen, Autor und begeisteter Leser, widmet sein Werk dem gedruckten Buch. Er macht deutlich wie stark Literaturgüter uns beeinflussen und erinnert welch‘ hohen Stellenwert dieses tatsächlich in der Gesellschaft einnimmt. Es ist eine persönliche Hommage an das Buch, dessen und unsere Zukunft.

15. Felix Huby: Heimatjahre, Fischer, 10,99€

Der Autor, Felix Huby, lässt seinen Protagonisten, Christian Ebinger, in Tübingen drei Jahrzehnte deutsche Geschichte durchleben. Es kommt zu Begegnungen mit Kriegsheimkehrern, Bekehrten und Mitläufern, die sich wie ein großes Abenteuer anfühlen.

Vorlesevormittage für Kindergärten

Vorlesevormittag im Literaturhaus                                    von Regina Gehrts

 

Startschuss 9:00!

 

Mit dem Inhalt vieler blauer Riesentaschen, bekannt aus einem schwedischen Möbelhaus, verwandeln wir den Vorlese-Bereich in eine kuschelige, gemütliche Liegewiese. Die Isomatten, hellblauen Decken und viele bunte Kissen sind dafür sehr geeignet und die in halber Höhe gespannten blauen Vorhänge zwischen den Schiebetüren erhöhen die Spannung.

Das Literaturhaus bietet uns ein umfangreiches Angebot an Kinderbüchern und das macht es leicht, eine Auswahl zu treffen. Jeder von uns hat natürlich auch Lieblingsbücher, die wir besonders gerne vorlesen.

So gegen 10h hören wir sie schon..….aufgeregte Kinderstimmen vor dem Eingang. Noch ein bisschen schüchtern, aber auch neugierig, betreten sie das Haus. Nach der Begrüßung und „Erstmal ausziehen“ sucht sich dann jedes Kind eine sogenannte Frühstücksinsel, eine Teppichfliese, aus….

 

Fliesen fürs Frühstücken

Während alle eine kleine Pause machen, denn manchmal sind sie schon ziemlich lange mit dem Bus gefahren oder wirklich weit gelaufen, werden wir und die remde Umgebung schon mal gründlich beäugt und erste Kontakte geknüpft. Der eine oder andere „luschert“ schon mal neugierig auf die andere Seite des Vorhangs……..

Dann geht’s endlich los!

Schnell schlüpfen alle hinter den Vorhang und suchen sich ein gemütliches Plätzchen! Je nach Temperament schon sehr nah an der Vorleserin oder doch lieber etwas weiter entfernt….in der Nähe der vertrauten Erzieherin. Es erinnert mich sehr an junge Hunde, die sich so lange drehen, bis sie den absolut richtigen Platz gefunden haben.

Gespannt …
Gut zu sehen

 

Die freudige Erwartung der Kinder überträgt sich auch auf uns und wenn sie dann im Laufe der Lesestunde immer näher rücken, gespannt und vertrauensvoll, macht es wirklich großen Spaß!

 

Irgendwann, nach drei oder manchmal vier Büchern, lässt die Aufmerksamkeit nach. und dann kommen Stifte und Papier zum Einsatz. Häufig wird etwas gemalt, das vorher in einer Geschichte vorkam.

Hinterher

 

Die Vorlesevormittage sind ein großes Vergnügen für uns und die Kinder, aber auch die Erwachsenen genießen es anscheinend sehr, sich etwas vorlesen zu lassen.

Texte unter der Lupe

aus dem offiziellem Flyer des Jungen Literaturhauses SH:

„Die Schreibwerkstatt für Jugendliche und junge Erwachsene  ‚Texte unter der Lupe‘ unter der Leitung des Kieler Schriftstellers Christopher Ecker wird fortgesetzt. Bisherige Teilnehmer und Neueinsteiger sind herzlich willkommen. Information und Anmeldung (erbeten): 0431 5796841

Termine: Do jeweils 16 Uhr: 7.9., 5.10.,9.11. und 14.12.

Leckeres Balkan-Büfett beim Sommerlesefest im Alten Botanischen Garten am 4.8.2017

Sara Dusanic hat die Originalrezepte aus ihrer Familie besorgt und wir vom Freundeskreis haben versucht alles hinzubekommen. Eine Serbin hat mir und der Köchin, der etwas nicht gelungen war, die Ursache erklärt. Wir bekommen hier in Norddeutschland nicht alle Zutaten in der gleichen Weise! Und – wir sind sicher etwas zaghafter bei den Gewürzen. Trotzdem scheint das meiste gut angekommen zu sein bzw. wir haben einigermaßen richtig kalkuliert. Es gab Bauern- und russischen Salat, verschieden gefüllte Bureks, Cevapcici mit Ajvar und Schalen mit Ei, Gurke, Pepperoni und gerösteter Paprika, verschiedene Brötchen, Brezeln und Käseröllchen.

Beigetragen zum Gelingen des Sommerfestes haben folgende Mitglieder des Freundeskreises: Nils Aulike, Karin Bündgens, Brigitte Drews, Nana Fahl, Angelika Faust, Illa Feldmann, Regina Gehrts, Doris Havemann, Irene Jahn, Jutta Kürtz, Renate Mürkens, Barbara und Stephan Ratschow, Anja Ross, Bianka Schöning.       Herzlichen Dank an alle sagen                              Gisbert Osmy und Ute Zopf

Ergänzung aus den Kieler Nachrichten vom 7. August 2017 Seite 34:             „Während im windgeschützten Zeltpavillon, …, musiziert wurde, blinzelten Barbi Markovic und Vladimir Kecmanovic mit dem Publikum in die letzten Sonnenstrahlen oder versorgten sich mit diversen Köstlichkeiten, feilgeboten von den nimmermüden Helfern und Helferinnen des Freundeskreises.“

 

 

Karina Bouzys liest am Literaturtelefon

Karina Buozys (Junger Literaturpreis SH, 3. Preis): „Ohne dich, ohne mich“
26.06.2017 – 09.07.2017
www.literaturtelefon-online.de/?page_id=2371

Am Literaturtelefon unter der Rufnummer 0431/901-8888 und auf www.literaturtelefon-online.de ist nach den ersten beiden Preisträgerinnen des vom Freundeskreis des Literaturhauses Schleswig-Holstein e.V. ausgeschriebenen Jungen Literaturpreises S.-H. 2017 nun (26.6. – 9.7.) die dritte Preisträgerin zu hören: Karina Buozys mit ihrem Text „Ohne dich, ohne mich“. Die Aufnahme entstand im Rahmen der Lesung zur Preisverleihung im Literaturhaus S.-H. am 25.4.2017.

Juror Stephan Ratschow beschrieb den Text in seiner Laudatio wie folgt: „Das sind die Fakten: Eine Seite, aber beileibe nicht einseitig, 46 Sätze, 441 Wörter. Karina Buozys hat diese reife, fesselnde, textliche Miniatur gestaltet. Für einen Aphorismus zu lang, für eine Kurzgeschichte fast zu knapp, nicht der Gattung entsprechend strukturiert, aber doch – als Tagebucheintrag? – für uns faszinierend.

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